Eine eingeblutete Pinealiszyste, die auf den Aqueducr drückt und so zeitweise zur Störung des Hirnwassers führt.

Was ist das?

Die Zirbeldrüse, auch Pinealis genannt, ist eine kleine Drüse im Bereich des Zwischenhirns und sitzt tief im Schädel. Sie ist ein Teil des Hormonsystems des menschlichen Körpers und produziert das Hormon Melatonin. Dieses reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus. Tumoren im Bereich der Drüse sind fast immer gutartig und reichen von Zysten bis hin zu Meningeomen oder Pinealozytom. Vor allem die Pinealis-Zysten treten im Kindes- bzw. Jugendalter auf.

Symptome und Auswirkungen

Tumoren im Bereich der Zirbeldrüse fallen oft durch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Gleichgewichtsstörungen auf. Da diese Zysten nur sehr selten auftreten, wird von den behandelnden Ärzten häufig der Zusammenhang zwischen der Zyste und den Symptomen nicht erkannt.

Eine Pinealiszyste, die direkt in der Nachbarschaft des sogenannten Aquädukts, das die Gehirnwasserkammern verbindet, liegt, kann zum vorübergehenden Verschluss oder zur Einengung des Aquädukts führen und so verschiedene Symptome verursachen.

Diagnostik

Bei den oben genannten Beschwerden muss neben einer ausführlichen klinisch-neurologischen Untersuchung ebenfalls eine neuroradiologische Bildgebung in einem MRT („Röhre“) durchgeführt werden. Es werden Dünnschicht-MRT-Bilder mit 1 mm oder weniger Schichtdicke der Kontrastmittel-, Nativ- und T2- sowie CISS-Spezialsequenzen benötigt.

Behandlung

Für die Operation einer Pinealiszyste werden von Prof. Feigl minimalinvasive endoskopie-gestützte Operationstechniken eingesetzt. Bei dieser Operation kommt neben dem intraoperative Neuromonitoring (= Überwachung von Hirn- und Hirnnervenfunktionen) immer die Neuronavigation („GPS für das Gehirn“) zum Einsatz. Es werden Spezialinstrumente verwendet, die es ermöglichen, über eine nur ca. 2 x 2,5 cm große Minikraniotomie (= Öffnung des Schädels) die Zyste/den Tumor in dieser Region zu entfernen.