Facettensyndrom und ISG-Syndrom

Endoskopische Behandlung chronischer Rückenschmerzen aus den Wirbelgelenken

Bei vielen Menschen sind chronische Rückenschmerzen auf Veränderungen im Bereich der Facettengelenke und der ISG-Gelenke zurückzuführen. Die Facettengelenke sind kleine Gelenke zwischen den Wirbelkörpern im Bereich der gesamten Wirbelsäule. Die Iliosakralgelenke sind große Gelenke, die das Sacrum (Kreuzbein, oberhalb des Steißbeins) mit dem Beckenknochen verbinden. Schmerzen im Bereich der Facetten- und ISG-Gelenke werden als Facettensyndrom bzw. ISG-Syndrom bezeichnet. Dieses Krankheitsbild ist auf Grund der diffusen Symptomatik nicht klar abgegrenzt, zählt aber zu den verschleißbedingten (degenerativen) Erkrankungen der Wirbelsäule. Sehr häufig treten Facetten- und ISG-Schmerzen bewegungsabhängig und hier vor allem auch bei Drehbewegungen auf.

 

Die endoskopische Denervation der Facettengelenke erfolgt erst nach einer ausführlichen Diagnostik und nach probatorischen CT-gesteuerten Infiltrationen der Gelenke, um sicherzugehen, dass diese Gelenke die Ursache für die Schmerzsymptomatik sind. Erst nach einer eindeutigen Besserung auf die probatorischen Infiltrationen wird dann die Indikation zur endoskopischen Denervation der betroffenen Gelenke gestellt.

 

Mit Hilfe dieser Methode kann in vielen Fällen eine Schmerzfreiheit und in den meisten Fällen eine deutliche Reduktion der Schmerzsymptomatik erreicht werden. Anders als bei der konventionellen nadelgeführten Thermokoagulation wird bei der endoskopischen Facetten- und ISG-Denervation unter Sicht und somit deutlich präziser die Verödung der Nerven, die zu den chronischen Schmerzen führen, durchgeführt. Dies ist auch der Grund für die besseren Ergebnisse der endoskopischen Denervationsmethode im Vergleich zu anderen Verfahren.

Rückenschmerzen; Facetten-Syndrom

Wie entsteht ein Facettensyndrom bzw. ISG-Syndrom?

Die Ursachen für Schmerzen im Bereich der Facettengelenke und der Iliosakralgelenke (ISG) sind unterschiedlich.
Beim Facettensyndrom kommt es häufig infolge einer Abnutzung oder Höhenminderung der Bandscheiben zu einer vermehrten Belastung der kleinen Wirbelgelenke. Dies kann zu entzündlichen Reizzuständen und chronischen Schmerzen führen.

 

Das ISG-Syndrom entsteht dagegen meist durch Fehlbelastungen, funktionelle Störungen oder eine verminderte Stabilität im Bereich des Iliosakralgelenks. Auch hier können entzündliche Reizzustände und Schmerzen die Folge sein.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung, Bildgebung (MRT/CT) und vor allem durch gezielte diagnostische Infiltrationen (gezielte Injektionen eines Schmerzmittels an die betroffenen Gelenke).

 

Da Veränderungen in der Bildgebung nicht immer eindeutig die Schmerzursache widerspiegeln, sind diese CT-gesteuerten Injektionen entscheidend. Führt die Injektion zu einer deutlichen, vorübergehenden Schmerzreduktion, gilt dies als Hinweis darauf, dass das behandelte Gelenk die Ursache der Beschwerden ist.