Infiltrationstherapie

Gezielte Behandlung chronischer Rückenschmerzen

Gezielte Behandlung chronischer Rückenschmerzen

Bei chronischen Rückenschmerzen können gezielte Infiltrationen eine weitere Behandlungsmöglichkeit darstellen, wenn durch Krankengymnastik und Schmerzmedikation keine ausreichende Besserung der Schmerzen erreicht wird. Hierbei wird, im Gegensatz zu den verbreiteten und ungezielten Schmerzspritzen, lediglich eine kleine Menge eines örtlichen Betäubungsmittels direkt in die betroffenen Gelenke eingespritzt, um die Gelenke zu beruhigen und den Schmerz zu lindern. Um dies zu ermöglichen, werden die sehr dünnen Nadeln unter Sicht mithilfe eines Röntgengerätes oder in der Computertomographie platziert.

 

Die gezielte Infiltrationstherapie hat dabei gleich zwei Effekte: zum einen den therapeutischen Effekt, also die direkte Schmerzlinderung, die dem betroffenen Patienten wieder eine normale Beweglichkeit ermöglicht und somit der eingenommenen Schonhaltung der Wirbelsäule entgegenwirkt. Zum anderen kann nur durch diese gezielten und punktgenauen Infiltrationen die Diagnose eines Facetten- bzw. ISG-Syndroms gesichert und damit eine andere Ursache der Schmerzen ausgeschlossen werden.

 

Die Dauer des positiven und schmerzlindernden Effekts der gezielten Infiltrationstherapie ist sehr unterschiedlich. Der Effekt kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen oder Monaten anhalten und hängt davon ab, wie sehr die Gelenke durch Verschleißerscheinungen verändert oder gereizt sind. Wichtig ist, dass auch bei gutem Erfolg der Infiltrationstherapie die konservativen Maßnahmen mit Krankengymnastik unbedingt fortgesetzt werden.

Klinischer Monitor mit Wirbelsäulenaufnahmen