Als erste neurochirurgische Abteilung Österreichs hat die Klinik Oberwart die aurikuläre Vagusnervstimulation (aVNS) mit dem VIVO®-System von AURIMOD in die klinische Anwendung gebracht.
Prof. Prof. h.c. Dr. Dr. med. Günther C. Feigl, Primar der Abteilung für Minimalinvasive Neurochirurgie, berichtet über erste vielversprechende Erfahrungen bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen.
Erste klinische Erfahrungen
Eine Patientin mit Multipler Sklerose litt seit Jahren unter einer ausgeprägten Trigeminusneuralgie mit starken Schmerzen. Die chronische Schmerzbelastung führte zu einer erheblichen Einschränkung ihrer Lebensqualität und war zudem mit einer deutlich depressiven Symptomatik verbunden.
Nach acht Wochen Therapie zeigte sich:
- Deutliche Reduktion der Schmerzmedikation
- Nahezu beschwerdefrei hinsichtlich der Trigeminusneuralgie
- Spürbare Verbesserung der Lebensqualität
- Deutliche Verbesserung der depressiven Symptomatik
Auch bei einem weiteren Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sowie chronischen Kopfschmerzen nach einer Meningitis konnten bereits nach sechs Wochen positive Entwicklungen beobachtet werden:
- Deutliche Schmerzreduktion im Rücken- und Kopfbereich
- Wiederaufnahme seiner körperlich anspruchsvollen Tätigkeit im Straßenbau
- Schmerzmedikation nur noch bei Bedarf
Potenzial der aVNS
Diese ersten klinischen Erfahrungen zeigen das Potenzial der aurikulären Vagusnervstimulation (aVNS) als ergänzende Therapieoption bei chronischen Schmerzerkrankungen. Jeder Behandlungserfolg bedeutet für Betroffene ein Stück mehr Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe am Alltag.
Die bisherigen Erfahrungen sind vielversprechend und unterstreichen das Potenzial der aVNS als ergänzende Therapieoption bei chronischen Schmerzerkrankungen.
Hinweis: Die Eignung der Therapie wird stets individuell ärztlich beurteilt. Die dargestellten Patientenverläufe beschreiben Einzelfälle und lassen keine Rückschlüsse auf den Behandlungserfolg in jedem individuellen Fall zu.